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Ersatzbusse, Endspiele und eiskalte Schneebälle – Nachbericht Solinger Karnevalsopen 2026
Februar, 2026 · By Luca Klemenz
Das Solinger Karnevalsopen ist jedes Jahr eines der ersten schachlichen Highlights – und auch 2026 machte es diesem Ruf alle Ehre. Mit rund 75 Teilnehmern ist es zwar eher ein kleineres Turnier, doch die Qualität des Feldes hatte es in sich. Neben zahlreichen starken Regionalspielern waren diesmal wieder ein IM und drei FMs am Start. Turnierfavorit war der Vorjahressieger IM Tobias Jugelt, während u.a. mit Merlin Mänken und Yusuf Amini auch zwei der stärksten Jugendspieler der Region mitmischten.
Aus dem KKS-Umfeld waren insgesamt sechs Spieler vertreten. Neben Juliano Suzuki standen vor allem fünf Namen im Fokus: Jasper Langner und Luca Klemenz, die bereits vor drei Jahren Solinger Luft geschnuppert hatten, dazu Philipp Ye, Fynn Erkelenz und Jakub „Kuba“ Praszczalek.
Das Turnier selbst ist längst ikonisch. Viele vom KKS haben hier schon gespielt – und wissen, was sie erwartet. Der obere Spielraum ist berüchtigt für stickige Luft, selbst wenn draußen – wie in diesem eiskalten Winter – Minusgrade herrschen. Hinauf gelangt man über eine steile, knarzige Treppe, die schon beim Hochgehen klarmacht: Hier wird gearbeitet. Unten gibt es einen etwas großzügigeren Spielraum und natürlich den legendären Analyseraum – laut, lebendig, voller Varianten und Diskussionen. Wer den Geräuschpegel im KKS gewohnt ist, fühlt sich hier fast heimisch. Insgesamt war das Turnier aber wie immer hervorragend organisiert. Besonders einer der Turnierleiter, Marius Fränzel, sorgte mit der nötigen Entschlossenheit für Ruhe und Ordnung, wenn es mal unruhig wurde.
Eine zusätzliche Herausforderung war in diesem Jahr die Anreise. Die Strecke Köln–Solingen war komplett gesperrt, sodass wir Bekanntschaft mit diversen Ersatzverbindungen (RE7X, RE7, RB48) und Bussen machten. Gerade am ersten Spieltag war das heikel: Die erste Runde beginnt traditionell spät und geht oft bis tief in die Nacht. Selbst bei regulärem Zugverkehr ist die Heimreise schwierig – Jasper und Luca können davon aus ihrer ersten Teilnahme ein Lied singen. Diesmal war es nicht einfacher.
Die Ergebnisse und der Turnierverlauf
Fynn Erkelenz
Fynn kam am Ende auf solide 2,5 aus 5. Nicht jede Partie war schachlich makellos, aber er zeigte großen Kampfgeist – und ab und zu war Fortuna auf seiner Seite. In Runde 3 gewann er ein eher remisliches Turmendspiel durch eine taktische Wendung, die ihm den gegnerischen Turm einbrachte. Sein sehr junger Gegner war danach so enttäuscht, dass sogar Tränen flossen. Es blieb Fynns einziger Sieg, doch erwähnenswert ist vor allem seine (einzige) Niederlage in Runde 1 gegen den späteren Turniersieger FM Pawel Grabowski – eine Partie, in der Fynn lange sehr stark dagegenhielt und durchaus Eindruck hinterließ.
Jakub „Kuba“ Praszczalek
Kuba spielte ein wechselhaftes, aber kämpferisches Turnier. Gleich in Runde 1 setzte er ein Zeichen, als er gegen FM Klaus Schmitzer ein theoretisch klares Remis-Turmendspiel (3 gegen 2) frech auf Gewinn spielte. Am Ende wurde es remis, doch das Selbstbewusstsein war da. Nach eher glücklichen 1,5 Punkten am zweiten Tag kam es zur Neuauflage des Duells mit Yusuf Amini, das es erst zwei Monate zuvor in Krefeld gegeben hatte. Mit Schwarz spielte Kuba diesmal deutlich stärker und hatte sogar Gewinnchancen. Leider stellte er noch ein – und wie gewohnt wurde es emotional, sowohl bei dieser Niederlage als auch beim anschließenden Sieg in der nächsten Runde. Unterm Strich sprang dennoch ein deutliches Elo-Plus heraus.
Luca Klemenz
Für Luca fühlte sich das Turnier stellenweise wie eine Zeitreise ins Jahr 2023 an. In Runde 1 ein unnötiges Remis gegen einen nominell schwächeren Gegner – erneut konnte eine Gewinnstellung nicht verwertet werden. Danach folgte ein Sieg gegen einen talentierten Nachwuchsspieler, ehe in Runde 3 die große Enttäuschung kam: Gegen das nächste Talent, Doruk Irtes, verspielte Luca zunächst eine gute Stellung und behandelte das Endspiel anschließend äußerst unglücklich. Mit viel Glück rettete er noch ein Remis. Nach einem weiteren, teils glücklichen Sieg endete das Turnier mit einem Theorieremis gegen Philipp Ye.
Philipp Ye
Philipp spielte insgesamt ein starkes Turnier. Nach einem souveränen Auftaktsieg traf er auf Yusuf Amini – und sah hier leider kein Land. Doch es sollte seine letzte Enttäuschung bleiben. Es folgte ein technisch sauberer Sieg gegen eines der größten weiblichen Jugendtalente Deutschlands, Daria Shynkar, bei dem Philipp im Doppelturmendspiel seine Technik unter Beweis stellte. Am letzten Tag setzte er nicht nur schachlich, sondern auch modisch ein Ausrufezeichen – im Ganzkörper-Pandakostüm. In Runde 4 gelang ihm ein sehenswerter Angriffssieg mit Schwarz, ehe er das Turnier mit dem erwähnten Remis gegen Luca abschloss. Platz 11, ein Ratingpreis und endlich ein Platz auf dem begehrten Siegerfoto – ein rundum gelungenes Wochenende.
Jasper Langner
Jasper startete ambitioniert und eröffnete das Turnier mit einem souveränen Schwarzsieg im Ragozin-Stil. In Runde 2 dann ein kleiner Dämpfer: Tom Niklas Arnz wurde eigentlich sauber überspielt, doch im entscheidenden Moment unterlief Jasper in klarer Gewinnstellung ein schwacher Zug – und er bot sofort Remis an. In Runde 3 zeigte er großen Kampfgeist: Seine Partie war die letzte im Saal, und er gewann ein ungleichfarbiges Läuferendspiel nach langem Druckspiel.
Vor der Schlüsselrunde gegen Klaus Schmitzer stellte sich die Frage nach der richtigen Antwort auf 1.e4. Inspiriert von einem sizilianischen Schaffner in der Solinger S-Bahn entschied sich Jasper mutig für Sizilianisch – wurde dann aber mit 1.d4 überrascht. Dennoch erreichte er ein starkes Remis und stand phasenweise sogar etwas besser. In der Schlussrunde bekam er schließlich „seinen“ Sizilianer – wenn auch mit Weiß – gegen den talentierten Kian Koch und gewann souverän. 4 aus 5 sind ein herausragendes Ergebnis, punktgleich mit Merlin Mänken auf Platz 3. Auch Jasper erhielt einen Ratingpreis und schaffte es – wie schon 2023 – erneut aufs Solinger Siegerfoto.
Legendäre Randgeschichten
Natürlich lebt das Karnevalsopen nicht nur von den Partien.
Im Ersatzbus wurde eine ominöse „Mische“ entdeckt – Herkunft und genaue Zusammensetzung blieben unklar. Man entschied sich weise dagegen, sie zu probieren, was vermutlich die richtige Entscheidung war.
Ein gemeinsames Restaurantessen in Solingen entwickelte sich zu einem kleinen Diskussionsmarathon. Zwischen hitzigen Debatten über Eröffnungen, Turnierorganisation, Gott und die Welt ging es plötzlich um die letzte Portion Bolognese, die fast diplomatische Verhandlungen erforderte.
Mitten in einer Runde fiel einem Spieler plötzlich ein Wandbild von der Wand – ohne Fremdeinwirkung, einfach so. Der Knall sorgte für allgemeines Zusammenzucken, der Spieler selbst nahm es mit Humor.
Und als wäre das alles nicht genug, setzte auf der Rückreise heftiger Schneefall ein. Was zunächst nach logistischer Herausforderung aussah, endete in spontanen Schneeballschlachten zwischen den Teilnehmern. Am Ende kam man mit durchnässten Schuhen, kalten Fingern – aber einem breiten Grinsen zuhause an.
Insgesamt war das Solinger Karnevalsopen 2026 wieder einmal genau das, was es sein soll: sportlich anspruchsvoll, leicht chaotisch, voller Geschichten – und einfach legendär.
Ratings, Spaß und eine unglaubliche Performance – Kölner ELO-Januarblitz 2026
Januar, 2026 · By Johannes Theisen
Ratings – der deutsche Schachbund bezeichnet sie als „das Salz zum Schachspiel“. Während sie eine Art magische Anziehungskraft entfalten, ist Blitzschach wohl der Inbegriff des Schach-Spaßfaktors. Beide Aspekte verknüpfen – das war das Ziel des Kölner ELO-Januarblitz. Und tatsächlich war die Nachfrage nach dem Turnier erfreulich hoch, sodass wir an den Rand der räumlichen Kapazitätsgrenze gehen konnten.
38 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen am Sonntag im KKS ein, um in 17 Runden Blitzschach (3+2) ihre Kräfte zu messen. Neben 17 KKS-Mitgliedern durften wir 21 Gäste aus Vereinen im Umland begrüßen. So waren sowohl unser vorderer als auch der hintere Raum nahezu voll besetzt. Für ein kleines Buffet an Speisen und Getränken sorgte dankenswerterweise wieder einmal Reinhard Bonnmann alias Bonni.
Ein Blick auf das Teilnehmerfeld ließ auf einen spannenden und umkämpften Turnierverlauf hoffen. Nelson Strehse führte das Teilnehmerfeld mit 70 ELO-Punkten Vorsprung zwar durchaus klar an. Dennoch konnte man eigentlich mit einem harten Kampf auch um Platz 1 rechnen. Was in den viereinhalb Turnierstunden dann tatsächlich geschach, war jedenfalls nicht zu erwarten: Nelson sollte das erste Brett während des ganzen Turniers nicht mehr verlassen. Es folgte ein Sieg auf den nächsten. Selbst schlechte Stellungen wurden mit präzisem Spiel auch unter Zeitdruck noch zurecht gebogen. Am Ende stand eine unglaubliche 100 %-Performance von 17 Punkten aus 17 Partien. Glaubt man Chessresults, dann gibt das ein ELO-Plus von 139 Punkten! Herzlichen Glückwunsch!
Alle Ergebnisse finden sich hier (auf Chessresults). Danke fürs Mitspielen!

Das Preisträgerfoto von links nach rechts: Fynn Erkelenz (U1750), Levi Filippov (U1500), David Ray Sarmiento (2. Platz), Nelson Strehse (1. Platz), Rafael Sabirov (3. Platz), Jakub Praszczalek (1. Jugendpreis), Timon Lampe (2. Jugendpreis), Berkin Sekerci (U2000). Schon gefahren war Marc Richters (U1850).
Nachbericht zur DSAM
Dezember, 2025 · By Luca Klemenz
Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft machte erneut Station im Maritim Hotel in Bonn – und wie schon in den vergangenen Jahren war das Turnier sehr gut besucht. Locker über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich ein, um an einem intensiven Schachwochenende teilzunehmen.
Die Organisation ließ kaum Wünsche offen: Der Spielsaal war ausreichend groß, auch wenn es im Laufe der Runden etwas stickig wurde – etwas, das sich bei so vielen Spielerinnen und Spielern wohl kaum ganz vermeiden lässt. Gespielt wurde wie gewohnt in sieben Gruppen von A bis G, wobei jeweils die ersten vier Bretter live per DGT übertragen wurden. Mehrere Schiedsrichter sorgten für einen reibungslosen Ablauf, und die Hotellobby bot mit ihren Sitzmöglichkeiten einen angenehmen Ort zum Analysieren, Zuschauen oder einfach zum Durchatmen zwischen den Partien.
Bereits am Donnerstag gab es mit dem DSAM-Blitzturnier ein stimmungsvolles Vorspiel. Rund 150 Teilnehmende gingen hier an den Start, darunter auch einige Spieler des KKS. Besonders erfolgreich war Luca Klemenz, der mit starken 6 aus 7 Punkten den 6. Platz belegte. Jakub Praszczalek folgte mit 5,5 Punkten auf Platz 10. Philipp Ye und Zeno Pfaar erzielten jeweils 4,5 Punkte und konnten sich – wie auch die Erstgenannten – über ein ordentliches Elo-Plus im Blitz freuen.
Auch im klassischen Turnier war der KKS mit zahlreichen Spielerinnen und Spielern vertreten. Bei der Vielzahl an Geschichten sollen zunächst die vier bestplatzierten KKS-Akteure hervorgehoben werden:
Gudrun Jakob
Gudrun sorgte in der G-Gruppe für eine echte Überraschung. Sie startete furios mit zwei Siegen, remisierte anschließend mehrfach und musste sich erst in Runde fünf geschlagen geben. Trotz dieser Niederlage war das Turnier für sie ein persönliches Erfolgserlebnis: Sie spielte an Livebrettern, begeisterte Zuschauer und Fans und zeigte phasenweise wirklich starkes und mutiges Schach. Ein Auftritt, der in Erinnerung bleibt.
Julian Stein
Julian Stein, noch nicht lange aktives KKS-Mitglied, aber sicher kein Schachanfänger, blieb in der stark besetzten C-Gruppe ungeschlagen. In einem Feld, in dem unter anderem auch Timon Lampe lange vorne mitmischte, erreichte Julian 3,5 Punkte. Das reichte am Ende „nur“ zu Platz 8 – denkbar knapp an den Preisrängen vorbei, da nur die ersten sieben ausgezeichnet wurden. Ganz leer ging er dennoch nicht aus: Für seinen richtigen Tipp auf den späteren Gruppensieger Hendrik Seifert erhielt er einen Sonderpreis.
Ben Ihle
Ben Ihle entwickelt sich langsam, aber sicher zu einer echten DSAM-Legende. Nachdem er im vergangenen Jahr in der E-Gruppe Zweiter geworden war, wagte er diesmal den Sprung in die D-Gruppe. Der Turnierstart verlief zunächst enttäuschend: Ein Remis gegen Franz-Josef Bauchmüller, nachdem Ben zwischenzeitlich klar auf Gewinn, später aber auch auf Verlust stand. Danach jedoch ließ er nichts mehr anbrennen und gewann alle restlichen Partien. In der Schlussrunde beeindruckte er mit einem instruktiven …Txf3-Motiv. Durch einen starken Endspurt – und wie durch ein kleines Wunder auch viele aufgeholte Buchholzpunkte – sicherte er sich noch Platz 2. Belohnt wurde er, wie schon 2024, mit einem Chessemy-Gutschein über 250 Euro.
Apoorv Aditya
Für Apoorv war es im Grunde das erste größere Turnier überhaupt. Er spielte wie Gudrun ebenfalls in der G-Gruppe, die bekannt ist für viele unterbewertete Spieler. Davon ließ er sich jedoch nicht beeindrucken und zeigte reifes, ruhiges und erstaunlich fehlerfreies Schach. Mit 5 aus 5 Punkten setzte er sich durch, hatte im Vergleich zu punktgleichen Konkurrenten die bessere Buchholz und gewann seine Gruppe souverän. Seine aktuelle DWZ von 917 wird sich nach diesem Turnier deutlich nach oben bewegen. Als Gruppensieger erhielt er 250 Euro Preisgeld sowie – genau wie Ben Ihle – Trophäe und Urkunde.
Diese vier Spieler trugen maßgeblich dazu bei, dass der KKS in der Mannschaftswertung einen starken zweiten Platz belegte. Als Preis gab es eine Urkunde sowie drei „Tigersprung“-Bücher. In dieser Wertung war der DSK allerdings nicht zu schlagen.
Neben all dem gab es noch einige weitere schöne und teils epische Geschichten:
Luca Klemenz
In Runde 3 traf Luca auf den Brühler Marius Gramb. Die Partie mündete tatsächlich in ein Endspiel mit Springer und Läufer gegen den König. Da dieses Mattmotiv im KKS regelmäßig trainiert wird, konnte Luca seine Technik unter Beweis stellen und das seltene Endspiel vor den Augen zahlreicher Zuschauer sauber zum Sieg führen – ein echter Hingucker.
Jürgen Nielsen
Bei einer Verlosung unter allen Teilnehmenden wurde ein stattlicher Preis vergeben: ein rund 800 Seiten starker Schach-„Schinken“ im Wert von etwa 100 Euro, der sich mit Schach im Kontext von Mathematik, Geschichte und vielem mehr beschäftigt. Als hätte der Zufall Regie geführt, gewann ausgerechnet der Uni-Professor Jürgen Nielsen dieses Buch. Lesestoff für lange Abende ist also reichlich vorhanden.
Alles in allem war die DSAM in Bonn wieder ein rundum gelungenes Turnier – sportlich anspruchsvoll, gut organisiert und voller kleiner und großer Geschichten, die das Schachleben so besonders machen.
Nachbericht zur KSV-Blitzmannschaftsmeisterschaft
November, 2025 · By Luca Klemenz
Wie schon in den Vorjahren wurde die KSV-Blitzmannschaftsmeisterschaft im traditionsreichen Liebfrauenhaus in Köln-Mülheim ausgetragen. Der vertraute Spielort bot erneut die gewohnt konzentrierte Atmosphäre: dichte Reihen an Brettern, klackernde Uhren und ein Raum voller Spieler, die im Sekundentakt Entscheidungen treffen müssen.
Ausrichter war wie üblich Schachuzipus, und Turnierleiter Jürgen Leistenschneider führte souverän und routiniert durch den gesamten Wettbewerb – klar, ruhig und mit dem Blick für das Wesentliche. Die Rahmenbedingungen waren also ideal für ein spannendes Blitzturnier.
Ein kompaktes, aber hochklassiges Teilnehmerfeld
Insgesamt 10 Teams gingen an den Start – etwas weniger als im letzten Jahr, aber keineswegs weniger stark. Für uns als KKS war das Turnier erneut ein Highlight der Saison, denn wir waren mit drei Teams vertreten und damit zahlenmäßig am stärksten.
Das restliche Feld setzte sich zusammen aus
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2 Teams von Lasker,
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2 Teams der Bergischen SF,
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sowie jeweils einer Mannschaft aus Horrem, Porz und Schachuzipus.
Durch die festgelegten vier Qualifikationsplätze waren die Chancen hoch – doch ebenso das Niveau des Feldes.
KKS 1 – Der Favorit bestätigt seine Dominanz
Unsere erste Mannschaft mit Dieter Morawietz, Jörg Raasch, Farhad Karimi und Osama Al Soliman war im Vorfeld als Favorit gehandelt, und genau so traten die vier auch auf: konzentriert, kontrollierend, kaltblütig.
Schon früh zeichnete sich ab, dass an diesem Tag niemand ernsthaft in der Lage sein würde, sie zu stoppen. Punkt um Punkt festigten sie ihre Führung und holten am Ende den souveränen Turniersieg.
Für den KKS bedeutet das erneut ein deutliches Ausrufezeichen im Blitzbereich.
KKS 2 – Junge Stärke auf Platz 3
Ein besonderer Erfolg aus KKS-Sicht war der Auftritt unserer zweiten Mannschaft, bestehend aus Luca Klemenz, Zeno Pfaar, Philipp Ye und Fynn Erkelenz.
Mit großem Kampfgeist und viel taktischem Gespür lieferten sie ein beeindruckendes Turnier ab. Sie verloren nur gegen das starke Lasker-1-Team und sicherten sich einen hervorragenden 3. Platz – damit ebenfalls die Qualifikation.
Gerade die Mischung aus Ruhe, Übersicht und jugendlichem Selbstvertrauen zeigte, wie viel Potenzial in unserer Nachwuchsriege steckt.
KKS 3 – Starker Einsatz in schwerem Umfeld
Für unser drittes Team – Arnd Goldenstein, Thomas Hofinger, Lucas Bracher und Apoorv Aditya – war es ein herausfordernder Tag. Das Feld war stark und dicht besetzt, und trotz vieler engagierter Partien reichte es am Ende nicht für eine Spitzenplatzierung.
Doch der Einsatz, die Präsenz und das Zusammenhalten innerhalb der Mannschaft unterstrichen, wie breit und lebendig unser Verein aktuell aufgestellt ist.
Abschließendes Fazit aus KKS-Sicht
Die KSV-Blitzmannschaftsmeisterschaft 2025 war für den Klub Kölner Schachfreunde ein großer Erfolg:
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Platz 1 für KKS 1
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Platz 3 für KKS 2
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Starke Teampräsenz mit drei Mannschaften
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Zwei Qualifikationen und viele sehenswerte Partien
Dank des eingespielten Ausrichterteams von Schachuzipus und der souveränen Leitung durch Jürgen Leistenschneider bot das Turnier erneut ideale Bedingungen – sowohl organisatorisch als auch sportlich.
Der KKS geht damit gestärkt aus dem Turnier heraus und blickt optimistisch auf die kommenden Wettbewerbe. Das Liebfrauenhaus bleibt für uns ein guter Boden – und wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe.
Nachbericht: Heusenstamm Sparkassen Open 2025
November, 2025 · By Luca Klemenz
Das Heusenstamm Sparkassen Open 2025 fand wie gewohnt in Heusenstamm bei Frankfurt statt und bot erneut hervorragende Spielbedingungen. Gespielt wurde im modernen Sportzentrum, dessen große Basketballhalle sich als idealer Turniersaal erwies. Die vorhandenen Tribünen sorgten nicht nur für eine beeindruckende Atmosphäre, sondern ermöglichten auch Eltern und Zuschauern einen komfortablen Blick auf das Geschehen – ein seltenes, aber sehr willkommenes Feature bei Schachturnieren.
Das diesjährige Sparkassen Open in Heusenstamm war erneut stark besetzt. Mehrere Titelträger mischten im A-Turnier mit, darunter die Großmeister Alexander Bagrationi und Hagen Poetsch. Für den Klub Kölner Schachfreunde ging FM Oliver Stork an den Start – für ihn quasi ein Heimspiel. Auch das passive KKS-Mitglied Jakub Praszczalek war vertreten.
FM Oliver Stork: Blitzstart und starke Vorstellung
Oliver begann das Turnier furios: 4 Punkte aus den ersten 4 Runden, darunter Siege gegen FM Alex Browning und weitere solide Gegner. In Runde 5 folgte ein souveränes Schwarz-Remis gegen den späteren Turniersieger FM Paul Hinrichs.
Die Schlüsselrunde war dann Runde 6:
Gegen GM Alexander Bagrationi stand Oliver zeitweise deutlich besser, konnte seinen Vorteil jedoch in Zeitnot nicht verwerten – das Remis war zwar ein gutes Ergebnis, fühlte sich aber ärgerlich an.
Auch in Runde 7 gegen den jungen FM Adam Baranyai-Molnar, der am Ende Dritter wurde, blieb trotz Mehrbauern im Turmendspiel nur ein Remis möglich.
Trotz der verpassten Chancen kann sich das Endresultat sehen lassen:
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5,5 Punkte aus 7
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4. Platz bei hochwertigen Gegnern
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500 € Preisgeld
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Selbst ein Sieg in der letzten Runde hätte „nur“ Platz 3 bedeutet – der Turniersieg war vorne nicht mehr erreichbar.
Ein durchweg starker Auftritt, der Oliver einmal mehr als verlässlichen Punktesammler auf hohem Niveau bestätigt.
Auszug aus der Endtabelle (Top 7)
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FM Paul Hinrichs – 6,0
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GM Alexander Bagrationi – 6,0
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FM Adam Baranyai-Molnar – 5,5
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FM Oliver Stork – 5,5
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FM Cédric Chassard – 5,5
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Daniel Hoppstädter – 5,5
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GM Hagen Poetsch – 5,5
Oliver hatte dabei einen Gegnerschnitt von 2233 und sammelte 5½ Punkte, darunter 1½ gegen Titelträger.
Jakub Praszczalek: Schwankende Form, aber klares Elo-Plus
Auch KKS-Mitglied Jakub Praszczalek war im Turnier vertreten. Sein Turnierverlauf war wechselhaft:
Mit 2,5 aus 7 blieb er hinter seinen eigenen Ambitionen zurück, vor allem ein schwacher dritter Turniertag mit 0 aus 2 kostete ein besseres Ergebnis.
Dennoch gibt es Positives zu vermelden:
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Jakub war sehr weit hinten gesetzt
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Er spielte deutlich über Erwartung
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Dadurch holte er +40 Elo und rund +10 DWZ
Ein gutes Zeichen dafür, dass seine Formkurve weiter nach oben zeigt.
Fazit
Das Heusenstamm Sparkassen Open 2025 brachte aus KKS-Sicht vor allem einen großartigen Auftritt von FM Oliver Stork, der lange um die Spitzenplätze mitspielte und am Ende verdient in die Preisränge kam.
Auch Jakub Praszczalek konnte trotz durchwachsener Ergebnisse wichtige Wertungszuwächse erzielen.
Ein insgesamt sehr gelungenes Turnierwochenende für den KKS!
Kölner ELO-Januarblitz 2026
November, 2025 · By Max Ufer
Nachbericht zum Jürgen Koch-Gedächtnisturnier
Oktober, 2025 · By Jürgen Nielsen
Über den folgenden Link findet Ihr den Nachbericht, Impressionen und die Ergebnisse des Jürgen-Koch-Gedächtnisturniers:

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