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Klassenerhalt!

Mai, 2022 · By Luca Klemenz

Zum letzten Spieltag in der NRW-Jugendliga West empfing die U20 die Schachfreunde aus Bergheim, Mitaufsteiger der Vorsaison. Und für beide Mannschaften ging es nur um eins: Den Klassenerhalt in dieser prästigeträchtigen Jugendliga. Wir haben uns in den voherigen Spielen eine gute Ausgangslage erspielt, sodass uns gegen Bergheim ein 3:3-Mannschaftsremis bereits zur Rettung reichen sollte.

Im Naturfreundehaus, unser reguläres Vereinslokal war bereits belegt, mussten wir zwar auf die Dauerbrenner Zeno und Johannes verzichten, konnten dennoch eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Mit den 4 Routiniers Luca (Brett 1), Sebastian (3), Aaron (4) und Philipp (6), die nächstes Jahr leider alle nicht mehr dabei sind, und den „Jungtalenten“ Nelson (2) und Mark (5) waren wir gegen unsere Gäste, die auch nicht topbesetzt waren, leichter Favorit…

An allen Brettern entstanden schnell inhaltsreicheiche und spannungsgeladene Stellungen. Philipp in seiner ersten und letzten U20-Partie überhaupt hatte es an Brett 6 mit dem nominell schlechtesten Bergheimer zu tun. In einer Stellung mit heterogenen Rochaden riss er standesgemäß den gegnerischen Königsflügel auf und war drauf und dran, einen Kurzsieg einzufahren, so überlegen standen die weißen Figuren. Allerdings stellte er ohne Not einen Läufer ein und mühte sich nach einem erneuten Fehler des Gegners in einem Endspiel T + a- und b-Bauer gegen L + g-Bauer ab. Nachdem Schwarz eine Remismöglichkeit (…Lf3! und der g-Bauer kann durchlaufen, mit Remis) entging, waren die weißen Freibauern zu stark und entschieden die Partie. 1:0!

Aaron spielte wie gewohnt sehr schnell. In einem Damengambit forcierte er eine Stellung mit hängenden Bauern für Schwarz, die aber eher stark als schwach aussahen. Früh überraschte Aaron seinen Gegner mit einem aggressiven Springerausfall nach g5, der seinen Gegner sichtlich schockierte, er überlegte ganze 50 Minuten und geriet so in extreme Zeitnot. Nachdem Aaron die Stellung öffnenen konnte, gewann er einen Turm und eine handvoll Bauern für 2 Figuren. Als dann einer der Türme auf c8 auftauchte und die Dame fesselte, überschritt Schwarz die Bedenkzeit. 2:0!

Nelson wartete mit einem noch nie gesehenen Konzept auf: in einem normalen Grand-Prix-Angriff gegen Sizilianisch schob er früh den h-Bauern bis nach h5 und rochierte dann trotzdem kurz. Nach Bauerntausch auf g6 übte sein Läufer auf g5 unangenehmen Druck aus, da Schwarz die Ressource …h6 fehlte. Während das schwarze Gegenspiel am Damenflügel stockte, bekam Nelson schnell die Oberhand am Königsflügel. Am Ende gewann er mit der typischen Taktik …Sf6-e8, Lg5-e7! (und der Tf8 geht verloren) eine Qualität und wenig später auch die Partie. 3:0 und damit der sichere Klassenerhalt!

So konnten wir beruhigt auf die restlichen Bretter schauen. Bei Mark kam es zu einem Wiedersehen, sein Gegner und er waren bereits bei der letzten Mittelrheinmeisterschaft vor 6 Wochen aufeinandergetroffen. Und erneut konnte er gewinnen! In seiner Lieblingseröffnung „Russisch“ übte er schnell Druck aus und zwang den gegnerischen König zu einem Abtausch auf d2. Allerdings wurde auch sein eigener König nach d7 gezwungen. Während dieser aber schnell sicher stand, wurde der weiße von Marks Schwerfiguren gejagt. Zum Schluss gewann Mark mit einer präzisen Abfolge von Damenschachs die gegnerische Dame. 4:0!

Nun spielten nur noch Sebastian und Luca. Sebastian geriet mit Schwarz unter Druck, in einer Damengambitstellung bekam er einen Isolani auf d5, den er dann mit aktivem Figurenspiel verteidigte. Er bekam auch ein wenig Spiel gegen den weißen König, aber der Gegner behielt seinen strukturellen Vorteil. Irgendwann einigte man sich aber auf Remis. Luca musste gegen den modischen 6.d3-Spanier spielen. Mit einem gut getimten …d5! erreichte er schnell Ausgleich und gewann nach einigen Abtauschen einen glatten Bauern. Weiß bekam etwas Kompensation. Nachdem Luca einen Damentausch (mit dann glatt gewonnenem Endspiel) verpasste, war die Stellung unklar und Luca machte Remis.

Somit schickten wir unsere Gäste mit einem deutlichen und in der Höhe auch verdienten 5:1 zurück nach Bergheim. Der Klassenerhalt in der NRW-Jugendliga ist somit souverän gemeistert worden. Am Ende steht ein 4.Platz (von 7) und eine positive Gesamtbilanz (+3 +2 =1). Kurioserweise haben auch die Bergheimer trotz der deutlichen Niederlage die Klasse gehalten, da Porz etwas überraschend gegen Katernberg verlor.

Auch nächstes Jahr wird es wieder schwer werden. Einige Stützen brechen weg, aber der Kern der Mannschaft um Zeno, Johannes und Mark bleibt bestehen. Man darf gespannt sein.

 

Drama bei KKS-Blitzmeisterschaft

Mai, 2022 · By Luca Klemenz

Voller Vorfreude traten heute über 25 Schachfreunde in die Türen unseres Vereinsheim ein, um dem Spektakel „Blitzmeisterschaft“ beizuwohnen. Und es war schon alles angerichtet – natürlich auch Snacks, Kuchen und reichlich belegte Brötchen (der Dank gilt Jasper Langner, Gudrun Jakob, Philipp Ye und Severin Schöning). Alle Teilnehmer waren startklar und so startete TL Jasper Langner dieses denkwürdige Turrnier.

Das Teilnehmerfeld war sehr ausgeglichen. Bis etwa zur Hälfte des Turniers konnte sich keiner richtig vom Rest absetzen. Erwartungsgemäß spielte Vereinsikone und Blitzspezialist IM Dieter Morawietz ganz oben mit. Er leistete sich ungewöhnlich früh eine Niederlage gegen Favoritenschreck Marcel Singh, konnte dann aber das wichtige Duell mit dem neben ihm einzigen weiteren Titelträger FM Oliver Stork gewinnen. Es sollte nicht der letzte Kampf zwischen beiden sein…

Oliver Stork verlor ebenfalls gegen Marcel Singh und musste die anderen Partien gewinnen, um Kontakt zur Spitze zu halten, was ihm auch gelang. Vor der 20-Minütigen Pause nach Runde 8 sah es folgendermaßen aus: 1.Morawietz mit 7 Punkten, 2.Stork aus 6. Dahinter eine Schar gut aufspielender Verfolger.

Nach der Pause dann der Paukenschlag. Der starke Jugendliche Victor Kruse entschied seine Weißpartie gegen Morawietz für sich und verschärfte den Kampf an der Spitze. Nun hatte er sogar selber noch Chancen auf einen Turniersieg! Allerdings zeigten Morawietz und Stork ihre ganze Klasse und lieferten sich ein packendes Duell um Platz 1. Von Runde 10 an standen sie punktgleich an der Tabellenspitze und in den folgenden Runden waren sie unter Druck – sollte einer auch nur einen halben Punkt abgeben, könnte der andere davonziehen.

Es kam, wie es kommen musste: Beide gewannen ihre letzten 6 Partien und beendeten das Turnier mit 13/15! Zur Freude der anderen Teilnehmer, war doch bei Punktgleichstand eine Armageddonpartie vorgesehen. Stork spielte mit Weiß und musste gewinnen, um den Turniersieg klarzumachen, was ihm nach hartem Kampf dann auch gelang! Als Belohnung gab es neben dem fetten Preisgeld auch einen sehenswerten Pokal.

Turnierüberraschung Victor Kruse hatte schon vor der entscheidenden Runde den 3.Platz sicher und kam letztendlich auf 11,5/15 Punkte. Ein toller Erfolg, wenn man die starke Konkurrenz berücksichtigt.

Den Jugendpreis gewann Luca Klemenz, der nach einem schwachen Start nach Runde 8 nur im Mittelfeld rangierte, dann aber eine Aufholjagd startete und nach der Pause ungeschlagen blieb. In der Endabrechnung 10/15 und noch Platz 4. Erfreulich war auch das gute Abschneiden anderer KKS-Jugendlichen wie Philipp Ye oder Lars Esch, die beide ein sehr gutes Turnier spielten. Gudrun Jakob konnte heute ihre Blitzfertigkeiten unter Beweis stellen und erreichte 6 Punkte (inoffizieller Frauenpreis). Levi Filippov war heute mit weitem Abstand der jüngste Teilnehmer, war aber nicht ganz chancenlos und gewann immerhin 2 Partien.

 

Spiele, Spaß und Spräufergabeln

Mai, 2022 · By Luca Klemenz

Gestern lud der KKS erstmalig zum Hoppelpoppelturnier. Hoppelpoppel, so heißt nicht nur eine Berliner Kultspeise mit Bratkartoffeln und Speck, sondern auch eine verrückte Schachabart. Läufer schlagen wie Springer („Linger“) und Springer wie Läufer („Spräufer“). Ansonsten normale Schachregeln!

(typische Hoppelpoppelstellung)

Gespielt wurden 7 Runden Schweizer System. In dem mit 16 Teilnehmern breiten Teilnehmerfeld fanden sich erfreulicherweise viele junge Schachfreunde, Favoriten auf den Turniersieg waren allerdings die beiden ältesten Teilnehmer Max Ufer und Jasper Langner, die sich im Vorfeld schon etwas mit Hoppelpoppel beschäftigt hatten. Beide spielten auch vorne mit, es gewann jedoch überraschend, aber ziemlich souverän Schachartengenie Philip Trebst. Er holte 6,5 aus 7 und konnte sich über ein Preisgeld von 30 Euro freuen. Jasper Langner erreichte Platz 2 (15€). Turnierüberraschung Lars Esch zeigte sich taktisch auf der Höhe und wurde mit einem starken 3. Platz und 10€ belohnt, während Max Ufer mit Rang 4 leben musste. Der nächstplatzierte, Jugendlegende Viktor Zaika, schob sich durch einen Schlussrundensieg noch auf den 5.Platz und gewann damit die Kategorie „bester Jugendlicher U20“. Zum Schluss kündigte er an, die 5 Euro Preisgeld in einen Döner investieren zu wollen. Allerdings hatte so mancher Teilnehmer nach diesem außergewöhnlichen Turnier auch sicher Hunger auf einen deftigen Hoppelpoppel-Eintopf…

Spielen kann man die Schachart übrigens auf Pychess: https://www.pychess.org/

 

Samstag geht es dann weiter mit der großen Blitzmeisterschaft.

Ernüchterung Pur – KKS 2 in Holsterhausen

April, 2022 · By Luca Klemenz

Gestern fand das Nachholspiel der zweiten Mannschaft gegen die sympathischen Schachfreunde aus Essen-Holsterhausen statt. Gespielt wurde bedingt durch eine Spielverlegung aufgrund eines Corona-Ausbruchs in unserer Mannschaft an einem Donnerstag um 18:15 (für einen Mannschaftskampf eine wirklich sehr ungewöhnliche Zeit) im „Fachgeschäft für Stadtwandel“ im Herzen Holsterhausens. Dass dieser Mannschaftskampf überhaupt stattfindet, ist dem großen Sportsgeist unserer Gegner „geschuldet“, die einer Verlegung zugestimmt haben, anstatt einen kampflosen 8:0-Sieg einzustreichen.

Wir (Boris, Martin, Jasper, Christoph, Ich (Luca), Peter, Arnd, Thomas G.) reisten mit dem Auto an, und bis auf den obligatorischen, einkalkulierten Stau in Köln gab dies auch keine Probleme. Nur ärgerlich, dass wir für einen Besuch des direkt am Spiellokal gelegenen Holsterhauser Marktes ca. 10 Minuten zu spät kamen…

Sportlich standen wir mit dem Rücken zur Wand. Mit 2 Unentschieden und 3 Niederlagen aus 5 Saisonkämpfen standen wir vor dem Mannschaftskampf auf einem Abstiegsplatz, und unser heutiger Gegner ist eher eine der stärkeren Ligamannschaften.

 

Nach ca. 2 Stunden war Peter als erster fertig. Sein bestens aufgelegter Gegner (bisher 4 Siege in 4 Saisonspielen) zeigte gegen Peters Igel-Aufbau druckvolles Spiel und gewann am Ende durch eine Taktik Material.

0-1

Ich eröffnete heute mit 1.e4. In der Vorbereitung ist mir nicht entgangen, dass mein voraussichtlicher Gegner die wirklich sehr zweifelhafte Variante e4 c6 d4 d5 c5 Sa6(?) spielt. Ich bekam im Spielverlauf alles, worauf Weiß in dieser Variante hofft (Raumvorteil, bessere Bauernstruktur, bessere Leichtfiguren, überragendes Spiel auf den schwarzen Feldern, schwarzer König im Zentrum) und kurz bevor ich zum entscheidenden Schlag am Königsflügel ansetzte, gab mein Gegner auf. Die Schlusstellung:

Welch Befreiungsschlag nach einigen bitteren Niederlagen!

1-1

Christoph spielte mit Schwarz 1.c4 e5, und in der resultierenden Drachenstruktur mit vertauschten Farben griff er an einigen Stellen fehl. Als ich den gegnerischen Springer auf seinem „Traumfeld“ c5 sah, sah es schon sehr unangenehm für Christoph aus. Seinen Positionsvorteil konnte sein Gegner dann auch souverän nach Hause bringen.

1-2

Auch Martin geriet schon früh in der Partie unter Druck. Irgendwann musste er einen Bauern abgeben, der sich im Endspiel dann leider als entscheidend erwies.

1-3

Unsere Jugendhoffnung Jasper spielte gegen einen sehr erfahrenen Gegner, der ihn dann auch mit seiner Eröffnungswahl (abgelehntes Damengambit) überraschte. Wieder war die ganze Vorbereitung dahin! Allerdings kannte Schwarz sich nicht gut aus und geriet gegen die giftige 5.Lf4-Variante schon schnell in Entwicklungsrückstand und sein König blieb im Zentrum stecken. Verzweifelt opferte er eine Figur für 2 Bauern, aber es half nichts. Wieder ein Auswärtssieg für unseren Topscorer!

2-3

Ersatzmann Thomas hatte sich seinen Einsatz durch eine hervorragende Leistung bei der Vereinsmeisterschaft redlich verdient. Heute spielte er gegen einen nominell in etwa gleichstarken Gegner. Mit Schwarz erhielt er schnell Ausgleich und bequemes Spiel, aber nie mehr.

2,5-3,5

Nun spielten noch Boris und Arnd. Aus diesen beiden Partien brauchten wir jetzt noch 1,5 Punkte für einen Mannschaftspunkt und es sah vielversprechend aus. Boris‘ erfahrene Gegnerin stand schon früh einfach schlecht. Leider traf Boris in Zeitnot einige zweifelhafte Entscheidungen und als ein Doppelturmendspiel mit Minusbauer für Boris entstand, war die Lage schon schwierig. Am Ende zeigte seine Gegnerin überzeugende Endspieltechnik und entschied die Partie durch die aktiven Türme und vor allem die f- und h- Freibauern.

2,5-4,5

Nun war es an Arnd, Ergebniskosmetik zu betreiben. Nach zuletzt 3 Niederlagen in Folge zeigte er sich heute besser in Form und brach die Benkö-Struktur des Gegners mustergültig mit e4-e5 auf. Nach einem Damen- und Springertausch entstand auch ein Turmendspiel mit aktivem Turm auf der 7. Reihe und d-Freibauern, das schließlich einfach gewonnen war.

3,5-4,5

 

Somit stand am Ende ein knappes 3,5-4,5 auf der Anzeigetafel. Während einige unserer Spieler weiterhin nach ihrer Form suchen, haben immerhin Luca und Arnd nach längeren Durststrecken mal wieder gewonnen. Dennoch ist die Niederlage unterm Strich verdient. Nun müssen aus den verbleibenden 3 Saisonspielen unbedingt Siege her!

 

FORD OPEN NEWSTICKER

April, 2022 · By Luca Klemenz

Newsticker Ford Open

27. Ford – Open 2022

Runde 1:

Viele KKS-Siege. Jasper LANGNER (im Duell mit Ex-KKSler M. Hoferichter), Zeno PFAAR, Arnd GOLDENSTEIN, Boris MARIC und Luca KLEMENZ (gegen Schachlegende H.-F. Stuch) gewannen überzeugend. Reinhard BONNMANN benötigte für seinen Angriffssieg etwas mehr Zeit. Mark KRENZEL stellte nach guter Spielführung gegen seinen ehemaligen Trainer M.Wolff leider noch einen Turm ein, auch Thomas PRENZEL musste nach langem Kampf die Waffen strecken. Chancenlos blieben Max UFER und Friedrich MARIC. Yannick RENZ kam zu einem kampflosen Sieg, während Gudrun JAKOB durch frühes Handyklingeln verlor. Zu einem Achtungserfolg kam Philipp YE, bei seinem ersten Turnier spielte er gegen Ford-Legende H.Löffler gut mit und wurde mit einem Remis belohnt.

Runde 2:

Favoritensiege, aber auch einige Überaschungen. Luca KLEMENZ patzte in einem gewonnenen Endspiel und musste ins Remis einwilligen, Boris MARIC verlor gar noch durch einen Mattangriff. Dagegen setzten sich Arnd GOLDENSTEIN, Reinhard BONNMANN und Jasper LANGNER souverän durch und stehen nun bei 2 aus 2.

Zeno PFAAR wurde vom starken A.Kuhn überspielt und war chancenlos, während Mark KRENZEL die Schmach der 1.Runde wieder gutmachte und remisieren konnte. Philipp YE zeigte gegen A.Gerdau gute Vorbereitung und knöpfte wie auch in Runde 1 dem hohen Favoriten einen halben Punkt ab. Gudrun JAKOB war heute erneut ohne Chance. Auch Yannick RENZ musste eine Niederlage hinnehmen. Max UFER knöpfte an seine guten Turnierleistungen vom Krefelder Weihnachtsopen an und gewann gegen einen höherbewerteten Gegner. Friedrich MARIC hatte Pech (oder Glück) und gewann kampflos.

 

Runde 3:

Reinhard BONNMANN verdarb eine gute Stellung leider noch zum Remis. Im direkten Mannschaftsduell trennten sich Jasper LANGNER und Arnd GOLDENSTEIN ebenfalls friedlich. Alle 3 Spieler sowie Luca KLEMENZ nach einem souveränen Sieg stehen nun bei 2,5 Punkten. Boris MARIC gewann nach nervenaufreibendem Kampf gegen den starken N.Türkkan. Zeno PFAAR gewann in einem weiteren KKS-Duell gegen Max UFER. Philipp YE und Yannick RENZ gelangen überraschende Siege gegen starke Konkurrenz. Gudrun JAKOB mit einem kampflosen Sieg.

 

Runde 4:

Reinhard BONNMANN mit einem souveränen Schwarzsieg gegen den bis dahin alleinigen Tabellenführer. Luca KLEMENZ gewinnt im direkten Mannschaftsduell gegen Lieblingsgegner Arnd GOLDENSTEIN. Etwas später war Jasper LANGNER fertig, auch er gewann vor allem dank seiner guten Vorbereitung. Boris MARIC musste leider mit einem Remis zufrieden sein. Die Überraschung der Runde gelang Mark KRENZEL, er zeigte gegen N.Türkkan seine taktische Stärke und sackte den vollen Punkt ein! Philipp YE leider ohne Chance gegen den starken O.Gutt. Gudrun JAKOB konnte heute ihre erste Partie on diesem Turnier gewinnen. Auch Thomas PRENZEL war siegreich gegen einen starken Jugendspieler.

Runde 5:

Luca KLEMENZ verdarb eine Gewinnstellung gegen FM I.Cordts zum Remis. Jasper LANGNER auch mit Remis in Gewinnstellung gegen den starken S.Hoffmann. Reinhard BONNMANN holte nichts raus und der Gegner fand ein Dauerschach mit Springer und Turm. Alle 3 Spieler stehen weiterhin an der geteilten Tabellenspitze. Arnd GOLDENSTEIN und Boris MARIC mit souveränenen Siegen, damit schließen sie zur Spitze auf. Gudrun JAKOB hatte im direkten KKS-Duell gegen Zeno PFAAR keine Chance. Philipp YE stellte leider in guter Stellung die Qualität ein und damit die Partie. Auch Mark KRENZEL mit einer Niederlage.

Dem Sieg ganz nahe – Nachbericht Zweite

April, 2022 · By Luca Klemenz

Heute baten wir die starke Mannschaft vom Oberhausener SV zum „Heimkampf“ – dieses Mal nicht in unserem Vereinsheim, sondern in der alten Kultstätte im Naturfreundehaus. Ein gutes Omen? Auf dem Papier waren wir an fast allen Brettern klarer DWZ-Außenseiter. Als Schachgroßmeister Vlastimil Hort ,ehemaliger Weltklassespieler und Weltranglistensechster, aus seinem Auto stieg und den Blick vertikal auf die Naturfreunde richtete, rieben wir uns verwundert die Augen (da er bisher nur einmal in dieser Saison antrat).  Dass es heute besonders schwierig werden wird mit einem Punktgewinn gegen den Aufstiegskandidaten, war uns mit diesem Paukenschlag an Brett 2 besonders klar… Hätten wir ein 4-4 vor dem Mannschaftskampf unterschrieben? Auf jeden Fall. Hätten wir ein 4-4 nach dem heutigen Spielverlauf unterschrieben? Wohl eher nicht…

Das Match ging sehr gut für uns los. An den ersten 4 Brettern konnten wir die nominelle Übermacht der starken Oberhausener erstaunlich gut neutralisieren. Jasper konnte wie so oft seinen Gegner in der Eröffnung überraschen, schätzte dann leider einige Taktiken falsch ein und entkam letztendlich doch mit einem souveränen Remis im ungleichfarbigen Läuferendspiel. Auch Jörg teilte früh die Punkte. In einer geschlossenen Stellung geriet er etwas unter Druck, mehr als ein kleiner Vorteil war für seinen Gegner aber nie drin.

Ganz nah dran an der Riesenüberraschung war Boris, der sich in einer Nimzoindisch-Theorievariante mit Schwarz besser auskannte als sein hochkarätiger Gegner IM Marcel Becker und mit einer klaren Mehrqualität aus der Eröffnung kam. Im Verlauf der Partie erreichte er eine Gewinnstellung, zog aber dann in Zeitnot die Sicherheitsoption mit dem Remis. Dennoch ein beachtliches Ergebnis zum 1.5-1.5! Martin, der zunächst zum falschen Spiellokal (am Barborassaplatz) gereist ist, war sicherlich erstaunt, als er 10 Minuten zu spät zur Partie eintrudelte und als Gegner Vlastimil Hort begrüßen durfte. Es ergab sich ein offener Kampf mit guter Initiative für Martin.

Auch an den hinteren Brettern gestaltete sich das Match kämpferisch und offen. Luca dürstete es nach einem Sieg. Er erreichte Vorteil in einem Gligoric-Königsinder und lehnte ein Remisangebot seines Gegners ab. Christoph stand mit Schwarz etwas gedrückt, aber noch keinesfalls schlecht. Gute Chancen rechneten wir uns auch an den letzten beiden Brettern aus. Topscorer Joachim bekam auch heute eine vielversprechende Stellung, Peter gewann früh das Läuferpaar in einer dynamischen Mittelspielstellung.

Plötzlich ging alles ganz schnell: Joachim konnte seine Topform bestätigen. Seine Initiative am Königsflügel war überwältigend, der Mattangriff nicht zu verhindern. 2.5-1.5! Christophs Gegner baute seine Druckstellung aber immer weiter aus und konnte schnell zu unseren Ungunsten zum 2,5:2,5 ausgleichen. Martin brachte uns dann erneut in Führung. Wenn er erstmal gefährliche Initiative bekommt, kann ihn selbst eine Schachlegende wie Hort nicht stoppen. Sicherlich auch ein Befreiungsschlag für ihn ganz persönlich und ein unvergesslicher GM-Skalp für unsere Nummer 2. Mit dem 3.5-2.5 hatten wir hervorragende Aussichten auf den Mannschaftssieg.

Es spielten noch Peter und Luca. Peter bekam zwischenzeitlich großen Vorteil im Turmendspiel, konnte dann aber den Sack nicht zumachen. Zumindest war mit dem 4-3 schon einmal mindestens ein Zähler eingetütet.

Bei Luca gab es eine wilde Zeitnotschlacht:

Weiß hat 2 Mehrbauern, aber muss aufpassen, dass der schwarze Turm nicht aktiv wird. Am einfachsten ist 35.La7! und der Turm kommt nicht nach a2. Weiß spielte stattdessen mit der selben Idee 35.Sa7? und wurde von 35…Tb8! kalt erwischt. 4 Züge stellte er dann leider auch noch den Läufer ein und musste ein trostloses Endspiel T+3 Bauern gegen T+S+Bauer halten, was ihm letztendlich nicht gelang.

Somit konnten unsere Gäste noch mit einem durchaus schmeichelhaften 4:4 zurück an den Niederrhein fahren. Auch wenn wir mit dem Punkt gegen den starken Gegner leben können, wäre letztlich mehr drin gewesen. Um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, müssen im nächsten Spiel in Holsterhausen definitiv Punkte her!

 

 

 

Trio dominiert Blitzturnier – Deutscher Meister zu Besuch

April, 2022 · By Luca Klemenz

Die im Vereinsheim versammelten Schachfreunde staunten nicht schlecht, als ein junger Spieler die Räume betrat… und er entpuppte sich schnell als starker Schachspieler: FM Oliver Stork, vor ca. 1,5 Jahren Deutscher Meister U18 geworden, wollte sich das Spektakel „Vereinsabend“ nicht entgehen lassen. Schnell organisierte TL Jasper Langner ein Blitzturnier, das natürlich gut besucht war: Wer lässt sich auch die Chance entgehen, am Brett gegen einen Deutschen Meister zu spielen?

Das Blitzturnier war hinten sehr ausgeglichen. Die inzwischen routinierten Blitzspieler Philipp Ye und Max Ufer erzielten ansprechende Ergebnisse. Altmeister Reinhard Bonnmann spielte wie üblich hervorragendes Schach, vergaß aber leider öfters den Blick auf die Uhr bzw. auf eigene hängende Figuren.

Vorne setzten sich schnell drei starke Spieler ab: Der Bonner „Remiskönig“ Florian Meinecke zeigte heute eine andere Seite und gewann 11 von 13 Partien. Luca Klemenz zeigte sich nach seinem katastrophalen Turnier in Krefeld bestens aufgelegt und auch er gewann Partie für Partie. Das wichtige direkte Duell gegen „Angstgegner“ Meinecke konnte er für sich entscheiden. Auch Turnierfavorit Oliver Stork spielte erwartungsgemäß vorne mit. Das Duell mit Klemenz beendete er nach kämpferischem Spielverlauf mit einem überraschenden Mattangriff und insgesamt gab er nur einen halben Punkt ab.

SJM-Einzelmeisterschaften

April, 2022 · By Luca Klemenz

Vom 9. bis zum 13. April fanden in Windeck die Einzelmeisterschaften statt. Der KKS war mit einer relativ großen Delegation angereist und stellte insgesamt 9 Teilnehmer. Es hätten sogar noch mehr sein können, doch leider mussten Anton und Friedrich passen. Dennoch war man guter Dinge, den ein oder anderen Erfolg bzw. NRW-Qualifikationen zu schaffen.

Damian und Nicolas, unsere beiden jüngsten Teilnehmer, schwammen im „Haifischbecken“ U12 mit, erzielten aber unterm Strich ordentliche Ergebnisse. Nicolas konnte immerhin eine Partie gewinnen und spielte ansonsten gegen deutlich bessere Gegner; Damian sorgte bereits in Runde 1 für eine Überraschung (mit einem Schwarzsieg über einen favorisierten Porzer Jugendspieler) und punktete im Laufe des Turniers noch 2 mal, sodass für ihn ein solider Mittelfeldplatz heraussprang.

In der U14 hatte Jona ziemliches Auslosungspech. In den ersten 3 Runden wurden ihm zwei 1600er und ein 1400er zugelost, somit startete Jona mit 0/3 ins Turnier. Ein kampfloser Sieg am Tag darauf leitete dann die Wende ein, Jona bekam Gegner auf seinem Niveau, spielte gut mit und blieb in den restlichen Partien ungeschlagen, am Ende standen 3 aus 7. Auch Marc spielte in der U14 mit. Das auf den letzten Drücker nachnominierte Talent zeigte gutes Schach. Auch er verlor gegen die starken Spieler, konnte aber alle Partien gegen seine restlichen Konkurrenten durch sein aggressives Schach schlagen und wurde am Ende Sechster!

Lars und Adrian spielten in der dieses Jahr sehr ausgeglichenen U18 mit. Vorne setzten sich drei starke, erfahrene Spieler ab, aber dahinter konnte wirklich jeder jeden schlagen. So gewann Adrian gleich 2 mal überraschend gegen die starken Voß und Neu. Auch wenn er gegen die „vorderen Drei“ glücklos blieb, erreichte er 3,5 Punkte (wie 5! andere Spieler) und sicherte sich dank Buchholz bzw. direktem Vergleich einen hervorragenden und überraschenden 4. Platz! Mittelrhein-Neuling Lars spielte ein solides Turnier (4 Remis) und erreichte einen Platz im hinteren Mittelfeld.

Nun zur U16, wo der KKS sich schon im Vorfeld die größten Chancen auf einen Sieg ausgerechnet hat, spielten hier doch die vielversprechensten KKS-Talente mit. Etwas überraschend, aber ziemlich überzeugend, setzte sich Johannes mit 3/3 ab, verlor dann jedoch das vereinsinterne Duell mit Zeno und remisierte sich schließlich ins Ziel. Mark drehte nach schwachem Start zum Ende auf (3,5 Punkte aus den letzten 4 Partien) und nahm Zenos Konkurrenten um den Turniersieg Punkt für Punkt ab, womit er nicht nur den Weg zu einem KKS-Triumph ebnete, sondern sich selber noch auf einen geteilten 2. Platz katapultierte. Zeno, schon vor dem Turnier als Favorit gehandelt, konnte also von den Patzern seiner direkten Konkurrenz profitieren, stand aber nach 2 schwächeren Partien selbst unter Druck. Allerdings ließ er seine Kritiker einmal mehr verstummen und gewann seine letzten beiden Partien recht souverän. Damit ist er U16-Mittelrheinmeister 2022!

 

https://www.schachjugend-mittelrhein.de/index.php/sjm-em/em-2022/ergebnisse/u12-em-2024

(Link zur U18, rechts im Ergebnisdienst finden sich auch die anderen Klassen)

1.U16 des KKS ist Mittelrheinmeister – Ein Saisonrückblick

April, 2022 · By Luca Klemenz

In einer sehr kleinen Mittelrhein-Jugendliga ist die 1.U16-Mannschaft des KKS diese Saison Mittelrheinmeister geworden. In der Liga, die in den Jahren vor Corona immer aus 6-8 Teams bestand, waren in diesem Jahr nur 4 Mannschaften angemeldet: Porz mit zwei Mannschaften, der Godesberger SK und wir. Deshalb wurden 6 Spieltage angesetzt, an denen jede Mannschaft zweimal gegen jede spielte. Während man sich vor Corona durch die Mittelrheinliga außerdem für eine NRW-weite U16-Jugendliga qualifizieren konnte, ging es in dieser Saison um keinerlei Qualifikation. Die U16-NRW-Liga wird dieses Jahr durch eine mehrtägige U16-Mannschaftsmeisterschaft ersetzt, für die wir uns am 7.Mai in einem, wahrscheinlich wieder schrecklich dramatischen und nervenaufreibenden, Schnellschachturnier qualifizieren müssen. Somit ging es in der Liga eigentlich um nichts außer dem Titel „Mittelrheinmeister“, doch diesen wollten wir gerne gewinnen. Für sehr viele von uns war es zudem die letzte U16-Saison: 5 der 6 Stamm-Mitglieder der Mannschaft können nächste Saison nicht mehr mitspielen.

So ging es am 13. November mit unserem ersten Saisonspiel los. Und gleich zu Beginn erwischten wir das wohl schwerste Los: Wir spielten auswärts in Godesberg, die mit 1604 den besten DWZ-Schnitt der Liga haben. Zeno und ich (Johannes) konnten nicht mitspielen, doch wir traten trotzdem in guter Besetzung an (1-Nelson, 2-Mark, 3-Anton, 4-David) und benötigten keinen Ersatz. Bei Godesberg spielten aber nahezu die ersten vier: 1-Michelle Trunz (1812), 2-Moritz Blomer (1656), 3-Tamila Trunz (1497), 4- Anwar Tibi (1197). Die beiden Schwestern Trunz standen schon mehrmals bei den Deutschen Einzelmeisterschaften auf dem Podium. Und in genau dieser Aufstellung erreichten sie als Mannschaft den 3.Platz bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften 2021, allerdings noch in der Altersklasse U12! Trotzdem waren wir nominell nicht chancenlos, doch wir erwischten einen schlechten Tag und verloren, Bonni zufolge auch in der Höhe verdient, mit 0:4.

Zwei Wochen später hatten wir schon unser nächstes Match. Wieder spielten wir auswärts, diesmal in Porz gegen deren 2.Mannschaft. Die beiden Porzer Mannschaften waren diese Saison so besetzt, dass beide Mannschaften ungefähr gleich stark waren, sodass auch Porz 2 ein guter Gegner war. Doch wieder kamen wir ohne Ersatz aus und waren somit gut aufgestellt. Weil Porz kurzfristig Aufstellungsprobleme hatte und 3 ihrer Jugendmannschaften gleichzeitig spielten, gewann ich an Brett 2 kampflos. Als David nach kurzer Zeit an Brett 4 gegen den Ersatzspieler Fabian Harke (988) gewann, war der Mannschaftskampf aufgrund der 3:0-Wertung einer kampflosen Partie (verlorene Partien werden mit 1:3, kampflose Partien mit 0:3 gewertet) bereits zu unseren Gunsten entschieden. An Brett 3 verlor Mark mit Schwarz nach zwischenzeitlich guter Stellung gegen Irene Siegel (1374), Zeno spielte in einer langen Partie gegen Joselyne Sinner (1563) am Ende remis. So gewannen wir den Mannschaftskampf mit 2,5:1,5 bzw. mit 9:6, je nach Punktezählung.

Die Hinrunde wurde am 3.Spieltag mit einem Heimspiel gegen Porz 1 beendet. Eigentlich hatte Zeno an Brett 1 spielen wollen, doch er musste gar nicht kommen. Das 1.Brett der Porzer bleib frei. Die drei ersten Bretter der Porzer (Jannis Bolz, Midhulan Aravindan und Alex Marcziter) spielten alle drei nicht mit. So waren Nelson und ich gegen Greta (1259) und Clara Brandt (977) nach DWZ klar favorisiert und konnten unsere Partien auch gewinnen, auch wenn ich in meiner Partie zwischenzeitlich sogar deutlich schlechter stand und meine Gegnerin (zum Glück) einen Bauerngewinn übersehen hat, nach dem sie auf Gewinn gestanden hätte. An Brett 4 spielte Mia, als Ersatz aus der 2.U16-Mannschaft, gegen den guten Porzer Ersatzspieler Philipp Blankenburg (1055). Auch sie konnte gewinnen, sodass das 4:0 für uns feststand. Auch Mias Sieg war sehr wichtig, weil er uns einen später noch wichtigen Brettpunkt bescherte. Somit war der zweite Platz nach der Hinrunde sicher, doch zum Erreichen von Platz 1 mussten wir zwingend das Rückspiel gegen Godesberg gewinnen, denn diese hatten ihre beiden weiteren Spiele mit einem kamplosen 4:0 gegen Porz 1 und einem 3:1 gegen Porz 2 gewonnen.

So kam es am 4.Spieltag zu einem spannenden Aufeinandertreffen: Das Rückspiel gegen Godesberg stand an und wir wollten uns neben den tabellarischen Gründen natürlich auch sehr gerne für die 0:4-Pleite im Hinspiel revanchieren. Bei uns spielten Zeno und ich dieses Mal mit, auch Mark war dabei, dafür fielen Nelson, David und Anton aber aus. So bekamen wir aus der 2.U16-Mannschaft Ersatz durch Friedrich. Godesberg spielte erneut fast in Bestbesetzung, genau wie im Hinspiel, mit Ausnahme des 4.Brettes, wo Clemens Moritz (1106) Anwar Tibi ersetzte. Nach DWZ waren wir somit an allen Brettern Außenseiter. Doch Mark erreichte in der Eröffnung an Brett 3 früh eine angenehme und aktive Stellung, die er in einen gefährlichen und letztlich vernichtenden Königsangriff umwandelte. Nach 23 Zügen setzte er Matt! In meiner Partie ließ mein Gegner einen für ihn ungünstigen Damentausch zu, nach dem er einen sehr inaktiven Springer und einen Doppelbauern besaß. Schließlich konnte ich einen Freibauern bilden, der zum Partiegewinn führte. 2:0 für uns! Und auch an den beiden anderen Brettern sah es gut für uns aus: Friedrich spielte an Brett 4 eine gute und lange Partie, die er schließlich gewinnen konnte. Der Mannschaftskampf war entschieden! Zeno fand sich nach einem etwas fragwürdigen Figurenopfer von Michelle Trunz in einem Endspiel wieder, in dem er eine Figur mehr, aber dafür zwei Bauern weniger hatte und das somit nicht leicht zu gewinnen war. Doch er spielte es sehr souverän und machte unseren 4:0-Sieg perfekt. Das war bei Weitem mehr, als wir erhofft hatten! Wir hatten uns für die 0:4-Niederlage mit einem genauso hohen 4:0 gegen die nahezu gleiche Mannschaft revanchiert und somit die Tabelle wieder spannend gemacht. Nach dem 4.Spieltag trennte Godesberg und uns nur noch ein halber Brettpunkt.

Und diesen holten wir am nächsten Spieltag ebenfalls auf. Im Heimspiel gegen Porz 2 spielten Zeno, ich, Philipp und Mia gegen Joselyne Sinner (1563), Irene Siegel (1374), Sahin Kazimzada (1087) und Zaim Rana (995). Meine Gegnerin wurde in der Eröffnung überrascht, wodurch ich nach 14 Zügen eine Qualität und einen Bauern mehr hatte. Bei Zeno entwickelte sich ein spannender Kampf. Zunächst sah er sich in einer Stellung mit entgegengesetzten Rochaden einem potenziell gefährlichen Königsangriff ausgesetzt. Doch er kreierte Gegenspiel am Damenflügel und hatte nach Schließung des Zentrums schließlich selbst einen Angriff auf den gegnerischen König, durch den er letztendlich eine Figur gewann. In der Zwischenzeit einigten sich Mia und ihr Gegner in einer ausgeglichenen Stellung auf Remis. Meine Gegnerin spielte noch lange weiter, ich kam aber nicht mehr in Gefahr. Nach Materialtausch gab sie schließlich auf. Auch Zeno ließ kein Gegenspiel mehr zu und gewann durch Aufgabe zum 2,5:0,5 für uns und zum 1,5:0,5 für ihn im persönlichen Duell mit Joselyne Sinner. Doch durch die extrem knappe Tabellensituation kam es auf jeden Brettpunkt an. Einen weiteren lieferte Philipp, der die längste Partie spielte und am Ende ebenfalls gewinnen konnte. Weil Godesberg gegen Porz 2 nur mit 2,5:1,5 gewann, zogen wir in der Tabelle an ihnen vorbei und führten vor dem entscheidenden letzten Spieltag mit einem halben Brettpunkt.

Es hätte am letzten Spieltag also richtig spannend werden können im Fernduell um die Meisterschaft. Sowohl Godesberg als auch wir hatten ein Auswärtsspiel in Porz, wodurch wir den Mannschaftskampf von Godesberg sogar parallel zu unserem hätten beobachten können. Aber Godesberg trat nicht an, sondern bat um Verlegung des Mannschaftskampfes, die letztendlich aber nicht zustande kam. Somit verloren sie kampflos mit 0:4. Doch während wir spielten, war dies noch nicht entschieden. Aus der 1.Mannschaft spielten nur Mark und ich mit. Jona und Marc unterstützten uns als Ersatz. Und Marc, der zuvor nur sehr wenige Langschach-Partien gespielt hatte, stand an Brett 4 gegen den recht DWZ-starken Moritz Wegener (1142) schnell gut und trug den ersten Punkt für uns bei. Jona spielte gegen Clara Brandt (977), die im Hinspiel wie oben erwähnt gegen mich bereits gut gespielt und Siegchancen gehabt hatte, voll auf Angriff, verlor dabei aber zu viel Material und musste schließlich die Waffen strecken. In meiner Partie gegen Alex Marcziter (1582) stand er nach 18 Zügen vor der Wahl, ob er mir sehr aktives Spiel erlauben oder einen Bauern opfern wollte. Er entschied sich für das Bauernopfer, doch ich hatte zwei verschiedene Bauerngewinne zur Auswahl und entschied mich schließlich leider für den deutlich schlechteren, wonach der Bauer schnell zurückgewonnen werden konnte. Doch ich hatte Glück: Nach einer Abwicklung in ein Endspiel mit Turm und Läufer auf beiden Seiten spielte mein Gegner zwei ungenaue Züge, wodurch ich schließlich ein gewonnenes Bauernendspiel erreichte und mein Gegner aufgab. Doch zum Sieg fehlte uns noch ein halber Punkt und ob Mark diesen gegen Greta Brandt (1258) holen konnte, war noch nicht sicher. Denn er hatte einen Bauern weniger und stand etwas inaktiv, doch schließlich konnte er die Stellung halten und nahm ein Remisangebot seiner Gegnerin an. So konnten wir auch unser letztes Saisonspiel gewinnen und können uns nun „Mittelrheinmeister“ nennen.

Zum Schluss vielen Dank an alle, die in unserer Mannschaft mitgespielt haben, besonders auch an die Ersatzspieler aus der 2.Mannschaft, die starke 4,5 von 6 Punkten geholt haben! Und natürlich vielen Dank an unsere Trainer und besonders an Bonni, der wie immer alle Mannschaftskämpfe (Aufstellung, Anfahrt usw.) organisiert hat und jedes Mal dabei war!

Von Johannes Theisen

ein 1600er in der NRW-Oberliga…

April, 2022 · By Luca Klemenz

Vor dem heutigen Mannschaftskampf der ersten Mannschaft gegen Brackel war der KKS von Aufstellungsproblemen geplagt, und Not macht bekanntlich erfinderisch… und so kam es, dass Zeno Pfaar (DWZ 1628) zu seinem allerersten Einsatz in der Oberliga kam.

Der talentierte Jugendliche hat in den letzten Monaten aufhorchen lassen, etwa durch Siege gegen Tom Dordevic, Michelle Trunz oder Melanie Müdder, die jeweils zu den besten ihrer Altersklasse in Deutschland gehören, zudem spielte er auch gegen KKSler wie Reinhard Bonnmann oder Luca Klemenz gut mit. Dennoch war er in der heutigen Partie gegen einen nominell 370 Punkte stärkeren Jugendlichen krasser Außenseiter…

 

Mit dieser verrückten und durch taktischen Witz, Kampfgeist und Risikobereitschaft geprägten Partie sicherte Zeno seiner Mannschaft auch einen wichtigen Mannschaftspunkt, der Wettkampf gegen Brackel endete 4:4. Auf die Jugend zu setzen, hat sich voll ausgezahlt!

Im Anschluss gab es noch hitzige Analysen dieser Partie mit Beteiligung der KKS-Spitzenspieler.