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Kantersieg gegen den Lokalrivalen. Zweite mit erstem Saisonsieg gegen Lasker

Oktober, 2026 · By jasperl

Erleichterung. Feierstimmung. Und dann noch der dreifache Heimsieg. All das war zunächst nicht zu erwarten, obwohl es so kommen sollte… Von Anfang. Die Aufstellung war dieses Mal ein Projekt für sich. Gleich zwei kurzfristige Ausfälle wegen Erkrankung veranlasste mich dieses Mal nicht zur Kreativität. Denn auch diese gab es kaum, da der Termin scheinbar völlig aus der Zeit gefallen ist, so viele Absagen wie ich dieses Mal einkassieren musste. Letztlich konnten Goldi und Johannes unsere Mannschaft verstärken, was auch zu einer weiteren Notsituation in der Dritten und Vierten führte. Froh war ich jedoch über die Verstärkung. So komplettierte Goldi zum zweiten Mal und Johannes zum ersten Mal die Aufstellung. Auch das erste Mal in der Saison spielten Boris und Kiran, die den Kader zusammen mit mir (Jasper), Peter W., Andreas und Jonas ergänzten.

Ausgedünnt waren jedoch nicht nur wir… der Blick auf das Aufstellungspapier verriet eine ersatzgeschwächte Mannschaft bei Lasker, dessen Kampf sowieso unter dem Vorzeichen eines Tabellenkellerduells (letzter gegen vorletzter) stand. Unser Ziel war eindeutig. Sieg. Egal wie. Egal wie hoch. Und ja in der Überschrift steht Lokalrivale. Lasker ist für uns jedoch eher ein freundschaftlicher Stadtduellgegner. Schon die ersten Gespräche über die kurze Anreise ließen jedenfalls keine angespannte Situation erkennen.

In den ersten zwei Stunden war zunächst recht wenig Tendenz zu erkennen. Die Partien waren weitestgehend unklar. Einzig Goldi und Johannes standen als nomineller Favorit schon früh klar besser. Goldi schien Initiative gegen eine anrüchige Stonewall-Struktur zu entwickeln, während Johannes gegen das ambitionierte Deutz-Gambit früh kompensationslos einen Bauern gewann. Allmählich wurde es nur noch besser. Boris, der wie gewohnt einige Minuten zu spät mit seinem Klappfahrrad in unsere Spielarena eintrudelte, war zunächst überrascht, dass er an 4 Weiß hatte (die Reihenfolge änderte sich nochmal wegen unseres Ausfalls). Aufgrund dieser Überraschung wählte er eine vermeintlich harmlose Colle-Variante. So harmlos wie diese zunächst aussah, so dynamisch entwickelte sie sich. Jedenfalls gab sein Gegner recht früh auf, als Boris überzeugend eine Bauernwalze am Königsflügel errichtete. 1-0. Auch Goldi verwertete seinen Mehrbauern in Verbindung mit der Initiative zum frühen 2-0. Angesichts der positiven Entwicklung nahm Andreas das Remisgebot seines Gegners an. In einer recht zähen KIA-Struktur war das ein akzeptables Ergebnis mit Schwarz. Auch ich kam problemslos aus der Eröffnung. Oder man könnte auch sagen, der Gegner hatte eher die Probleme, die er jedoch mit ein paar genauen Zügen lösen konnte. Remis. 3-1. Die frühe Führung wurde noch weiter ausgebaut. Kiran knetete eine etwas angenehmere Struktur aus dem Spanier. Nach ein paar Ungenauigkeiten im Endspiel gelang es ihm durch ein Figurenopfer starke Freibauern gegen einen Springer zu erhalten. Diese Freibauern machten auch letztlich den Unterschied zum 4-1. Der Sieg stand fest, als Johannes dann auch noch sein Turmendspiel mit 3 Mehrbauern locker verwertete. Zuvor hätte der Gegner allerdings einmal einzügig was gewinnen können. Durchatmen. 5-1. Der erste Saisonsieg stand fest. Auf den übrigen Brettern bei Jonas und Peter W. sah es eher schwierig aus. Peter W. versuchte lange die Initiative des Läuferpaars im Endspiel zu neutralisieren. Letztlich vergebens musste er sich geschlagen geben. 5-2. Doch Jonas zauberte mal wieder einen Mattangriff aus dem Hut hervor. Beachtenswert was er alles sieht, wenn er einmal wenig Zeit auf der Uhr hat. Jedenfalls konnte er am Ende durch einen Doppelangriff auf Dame und König noch das 6-2 eintüten.

Damit sind wir mehr als nur in der Liga angekommen. Einen Dank gilt vor allem Johannes und Kiran, die sich direkt mit zwei Siegen in der Mannschaft zurechtfinden. Es blieb nicht der einzige Heimsieg, denn mit uns spielte die fünfte (in diesem Sinne hatten wir wahrlich volles Haus) die auch noch 4,5 den MK gewann. Nach unserem MK wurde schnell noch auf dem mitgebrachten Laptop das Rheinderby angeworfen. Auf der Leinwand sahen wir dann noch den dritten Heimsieg vom FC.   Bei unserem nächsten Auswärtsspiel in Godesberg können wir auf diesem Erfolgserlebnis aufbauen.

 

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